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Viele der stilvollen
antiken Stühle wurden und werden auch heute mit Geflechten versehen. Es gibt
zahlreiche Muster von Stuhlgeflechten. Das am häufigsten Angewandte ist das
Achteck- bzw. Wiener-Geflecht.
Herkunft:
Die Bänder des Geflechtes
werden aus der Rattanpalme gewonnen. Die Rinde der Palme wird geschält und, je nach Bedarf, in verschieden breite Bänder geschnitten. Die größten
Vorkommen der verschiedensten Rattanpalmen findet man auf den Philippinen, auf
der malaiischen Halbinsel, Südchina und Indien aber auch in Westafrika. Jedoch
das am meisten verwendete Flechtrohr bezieht man aus einigen Gebieten
Indonesiens.
Allgemeines:
Das häufig verwendete
Achteck-Geflecht zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus. Es werden
jeweils zwei Bänder in horizontaler und vertikaler Richtung sowie zwei
diagonale Bänder miteinander verflochten. Den Abschluss bildet das so genannte
Knöpfchenband.
Preis für ein Geflecht:
Hier ein Rechenbeispiel für Ihr neues Sitzgeflecht:
Ihr Sitzrahmen hat 2 x 22 und 2 x 20 Löcher = 84 Löcher.
Diese 84 Löcher x 0,75 €uro = 63,00 €uro für Ihr neues Sitzgeflecht.
Andere Geflechtarten oder Reparaturen auf Anfrage.
Pflege:
Zur Pflege des Geflechtes, zum Erhalt der Qualität und der
notwendigen Feuchtigkeit der Flechtbänder empfiehlt es sich die Unterseite des
Sitzes in regelmäßigen Abständen etwas anzufeuchten. Einmal pro Jahr sollte die
Sitzfläche mit einem Gemisch aus Leinöl und Terpentin (1:2) eingeölt werden.
Setzen Sie Ihre Möbel keiner zu intensiven und direkten Sonneneinstrahlung aus
und vermeiden Sie zu große Hitze. Ihr Geflecht ist bei häufigem Gebrauch einer
gewissen Dehnung ausgesetzt. Tupfen Sie es mit warmen Wasser ab, so erhält es wieder mehr Spannkraft.
ein Beispiel meiner Arbeiten:
Hier ist eine Sitzfläche abgebildet, welche früher gepolstert war. Das spröde und defekte Geflecht sollte hierbei durch ein neues Fertiggeflecht ersetzt werden. Ausgeführt wurde das Aufsetzen eines Fertiggeflechtes, das Aufbringen eines Abschlussbandes und das Angleichen der Färbung der Rückenlehne durch Beizen.
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